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Die Liebe geht seltsame Pfade

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Die Liebe geht seltsame Pfade

Beitrag von Gutemine am Sa Nov 04, 2017 3:46 pm

Es war gerade Winter in Toronto, Kanada und die Temperaturen lagen weit unter dem Gefrierpunkt.
Da es nur noch eine Woche bis Weihnachten war, waren auch tausende Menschen auf den Straßen unterwegs, um die letzten Einkäufe zu erledigen.
So auch Tyra Hastings.
Allerdings war sie keine gewöhnliche Frau. Äußerlich sah sie war aus wie jede 25- jährige Frau, die mit beiden Beinen im Leben stand, aber was die meisten nicht wussten, war: Sie war 251 Jahre alt und ein Halbvampir. Was aber noch außergewöhnlicher war, war ihr Beruf. Denn sie verdiente sich ihren Lebensunterhalt mit der Jagd nach Vampiren. Das war auch der Grund dafür, dass sie sich zu so später Stunde noch auf den Straßen herumtrieb. Nach einem erfolgreich ausgeführten Auftrag war sie nun auf dem Weg nach Hause. Da sie als Halbvampir nicht fror, war sie auch die einzige Person auf den Straßen, die ohne Jacke und dergleichen herumlief. Die neugierigen Blicke, die ihr zugeworfen wurden, ignorierte sie gekonnt. Im Schein einer Straßenlaterne blieb sie kurz stehen und stützte sich an dem Pfosten ab. Sie verspürte einen eigenartigen Schmerz und fuhr sich mit der Hand den Rücken entlang, als sie ein stechender Schmerz durchzuckte. Sie holte die Hand wieder hervor und erschrak leicht. Sie war blutig.
 „Mist, hat er mich doch erwischt.“ Sie presste die Lippen zusammen und machte sich wieder auf den Weg. Sie kam an eine belebte Straße und musste sich förmlich durch die Menschenmassen hindurchquetschen, da sie alle in die entgegengesetzte Richtung liefen als sie. Deshalb war es nicht verwunderlich, dass sie nach kurzer Zeit jemanden anrempelte.
„Verzeihung, ich….“ Plötzlich stockte ihr der Atem. Sie kannte den Mann, sehr gut sogar. Er war ein Vampir, aber der einzige Mann, der jemals ihr Herz erobern konnte. „Henry, was tust du denn hier?“ Henry musterte sie mit dem gleichen Gesichtsausdruck und hob nur eine Augenbraue. „Tyra, du hier?“
„Ja, ich…bin gerade auf dem Nachhauseweg. Seit wann bist du denn wieder in Kanada?“
„Seit gut 2 Jahren schon.“ Henry war ein Stück größer wie Tyra und hatte dunkelblondes gelocktes Haar, das ihm knapp bis auf die Schultern ging.
„Henry, alles okay?“ kam es von einer Frau, die hinter Henry stand.
„Ja ähm, darf ich vorstellen: Victoria Nelson, Tyra Hastings.“ stellte Henry die beiden Frauen vor.
„Victoria arbeitet als Privatdetektivin und ich helfe ihr ein wenig, da sich in letzter Zeit einige mysteriöse Vorfälle abspielen. Tyra ist…eine Jägerin, Vicky.“ 
„Freut mich Sie kennenzulernen, Tyra.“ Die beiden Frauen schüttelten sich die Hände, während sie sich beide aufmerksam musterten. Victoria war mittelgroß und schlank, ihre Haare waren schulterlang, dunkelblond bis hellbraun, schwer zu definieren. Ihre grünen Augen versteckte sie hinter einer Brille. Tyra war ein klein wenig größer, hatte hellblonde lange Haare und stahlgraue Augen, die alles sahen und undurchdringlich waren.
"Freut mich ebenfalls." entgegnete ihr Tyra knapp und sie ließ ihre Hand schnell wieder los.
"So, du 'hilfst ihr also. Interessant."
 "Was soll daran interessant sein?" fragte Victoria skeptisch. Tyras Blick wanderte wieder zu Henry, der sie böse anfunkelte.
"Oh, dann weiß sie also nichts von…"
 "Hör auf Tyra, treib es nicht zu weit." unterbrach Henry sie mit einem Knurren in der Stimme.
 "Oh tut mir Leid, wenn ich dich vor deiner neuen Freundin bloßstelle, aber ich denke sie sollte von deinen Neigungen wissen. Sonst blüht ihr die gleiche...Überraschung wie mir."
 "Äh, ich bin nicht seine Freundin. Wir arbeiten nur zusammen." meldete sich Victoria zu Wort aber Tyra hörte sie nicht, sie war viel zu aufgebracht.
"Tyra! Es reicht!" sagte Henry mit lauter Stimme und einige Passanten drehten sich zu ihnen um. Er packte Tyra am Arm und sah ihr tief in die Augen.
"Lass uns das woanders besprechen." Tyra knirschte mit den Zähnen und funkelte ihn böse an. "Schön...wie du willst." sagte sie bissig und wand sich aus seinem Griff.
"Gut. Mitkommen." entgegnete Henry ihr ebenso bissig und führte Victoria und Tyra in eine leere Bar. Sie war deshalb leer, weil jeder in der Stadt wusste, dass man hier über den Tisch gezogen wurde, wenn man etwas bestellte. Kaum war die Tür ins Schloss gefallen, ging das Geschrei los.
"Was bildest du dir eigentlich ein Tyra?"
"Was ich mir einbilde? Du warst doch derjenige, der mir erst einen Antrag gemacht hat und mich dann betrogen hat!"
 "Ich habe mich damals so oft bei dir entschuldigt, dass..."
"NA UND? DAS HAT MEIN HERZ ABER AUCH NICHT MEHR ZUSAMMENGEFÜGT!" Tyra war den Tränen nahe, denn noch immer konnte sie ihm das nicht verzeihen. Er war der einzige Mann gewesen, den sie jemals geliebt hatte.
"Du hast was?" fragte Victoria entsetzt und stemmte die Hände in die Hüften. "Also weißt du Henry, dass du ein Frauenheld bist, das wusste ich. Aber dass du so…ich finde nicht mal das richtige Wort dafür, das hätte ich niemals von dir gedacht. Weißt du eigentlich wie demütigend das für eine Frau ist?"
 "Ja das weiß ich. Und ich kann nicht oft genug sagen, wie Leid es mir tut."
 "Pah, du hast ja keine Ahnung." fuhr ihn Tyra abschätzig an. Henry wollte etwas erwidern, beließ es dann aber bei einem Schweigen. Zu oft hatte er sich den Mund fusselig geredet und es hatte nichts gebracht. Tyra war einfach viel zu stur.
 "Was ich nur sagen kann ist, dass es mir Leid tut. Wie du damit umgehst, ist deine Entscheidung, Tyra. Und im Übrigen, du blutest."
„Das weiß ich selbst. Wenn ihr mich jetzt entschuldigt, es war ein harter und langer Tag. Miss Nelson." Sie nickte ihr zu und verließ die Bar, aber nicht ohne Henry noch einmal einen abwertenden Blick zuzuwerfen.
 "Ich fasse es nicht Henry, wie konntest du ihr das antun?" fragte Victoria verärgert, kaum dass die Tür hinter Tyra ins Schloss gefallen war.
"Ich weiß nicht, was damals in mich gefahren war. Und können wir das Thema jetzt endlich abhaken? Wir haben einen Job zu erledigen, schon vergessen?"
 "Es ist doch immer das gleiche mit dir, aber schön. Du musst damit leben."  meinte Victoria gelangweilt und öffnete die Tür. "Dann komm, du großer Herzensbrecher." Henry verdrehte bei diesem Kommentar nur die Augen und folgte ihr hinaus auf die noch immer sehr belebte Straße.

Es waren nun drei Tage vergangen und Tyra lag mal wieder auf der Lauer. Ein Vampir machte sich seinen Spaß daraus, seine Opfer ausbluten zu lassen und das Blut in einer riesigen Wanne aufzufangen, während er sich darin befand. Danach legte er die Leichen immer an verschiedenen öffentlichen Orten ab, wo sie leicht gefunden werden konnten.
Neun Tote in den letzten zwei Wochen war eine erschreckende Bilanz und er musste unbedingt gestoppt werden. Sie hatte ihn bis ins Partyviertel verfolgt, wo er schon sein nächstes Opfer suchte. Soweit wollte sie es aber nicht kommen lassen und stellte ihn in einer Seitengasse, wo er gerade eine Frau entführen wollte.
"Hat deine Mami dir nicht beigebracht, dass man mit seinem Essen nicht spielt?" Der Vampir sah sich erschrocken um und als er die Jägerin erblickte, hielt er die Frau wie ein Schutzschild vor sich.
"Ich habe schon von dir gehört, Jägerin. Bei vielen von uns stehst du auf der Abschussliste ganz oben." kicherte der Mann und drückte der Frau ganz langsam die Luft ab. Tyra musste jetzt schnell handeln, wenn sie die Frau retten wollte und zog deshalb ihre Beretta. Der Vampir lachte aber nur und drückte fester zu. Tyra sah die Todesangst in den Augen der Frau und drückte ohne ein weiteres Wort den Abzug ab. Sie wusste nicht genau, wie er es geschafft hatte, aber er konnte der Kugel entkommen. Ehe sie sich versah, stand er neben ihr und entwaffnete sie.
"Wenn du mich fassen willst, musst du ein wenig früher aufstehen, Kleine." Tyra blickte überrascht zu der Frau. Sie lag tot auf dem Boden, er hatte ihr das Genick gebrochen. Bevor sie auch nur irgendetwas sagen oder tun konnte, hatte der Vampir sie am Arm gepackt und sie gegen die Wand geschleudert. Tyra war aber hart im Nehmen und blieb nicht lange am Boden liegen. Schnell hatte sie sich wieder aufgerappelt und zückte ihre zweite Pistole.
"Du weißt nicht, mit wem du dich anlegst, Vampir." Sie sah sich um, aber er war nicht zu sehen. Dass er abgehauen war, daran glaubte Tyra nicht. Die Platzwunde an ihrer Stirn pochte und blutete stark, aber das war nicht das erste Mal, dass Tyra verletzt war und sie hatte durchaus schon schlimmere Verletzungen davongetragen.
"Zeig dich gefälligst, du Feigling!" bellte sie in die Nacht hinein und bekam prompt eine Antwort.
 "Hier bin ich, Schätzchen. " sagte eine Stimme hinter ihr und er schlug sie zu Boden. Schnell stand sie wieder auf und griff den Vampir an.
 "Er ist wirklich schnell. Hoffentlich kann ich ihm Paroli bieten." schoss es ihr durch den Kopf.
"Willst du nicht aufgeben. Ich verspreche dir, ich werde dir einen schnellen Tod gewähren." grinste der Mann hinterlistig und holte zum Schlag aus. Sie wich seiner Faust aus und schlug ihm ihrerseits in die Magengegend. Er taumelte kurz, fing sich aber sofort wieder. "Ist das schon alles? Ich dachte eigentlich, dass das ein aufregender Kampf werden würde, aber da habe ich mir wohl zu viel versprochen."
"Ich habe noch nicht einmal angefangen, du Mistkerl." schnauzte Tyra ihn an. Sie zog zwei Dolche aus ihrem Ärmel und schleuderte einen davon ihrem Gegner entgegen. Dieser wurde von dem Messer an der Schulter getroffen und schrie kurz vor Schmerz auf. Während der Vampir damit beschäftigt war, den Dolch aus seinem Fleisch zu ziehen, rannte Tyra auf ihn zu, brachte ihn mit einem Tritt in die Kniekehlen zu Fall und stellte sich drohend über ihn.
"Sag Gute Nacht." grinste sie und holte aus, um dem Vampir den Dolch ins Herz zu rammen. Als ihr Arm heruntersauste, traf sie ins Leere, denn ihr Opfer hatte sich so schnell befreit, dass selbst sie es mit ihren vampirischen Augen nicht sehen konnte. Sie spürte es nur, als er ihr ins Gesicht trat und sie rücklings zu Boden ging. Schon war er bei ihr und zog sie am Hals die Wand entlang nach oben.
"Wie schade, ich hätte mich noch gerne ein wenig mehr mit dir amüsiert." grinste er schief und ließ seine Reißzähne zum Vorschein kommen. Tyra's Vorahnung bewahrheitete sich, als er ihr in den Hals biss. Damit noch nicht genug riss er ihr sogar ein Stück aus der Halsbeuge heraus, als seine Zähne von ihrem Hals abließen. Blut spritzte aus der Wunde, aber ie Verletzung war nicht so schwer, als dass sie nicht mehr hätte weiterkämpfen können und dennoch keuchte Tyra vor Schmerzen.
"Grüße meine Artgenossen, wenn du ihnen in der Hölle begegnest." fauchte er und verstärkte seinen eh schon schraubstockartigen Griff an ihrem Hals. Die Jägerin rang nach Luft, aber sie wurde ihr zunehmend genommen. Als sie schon nicht mehr klar sehen konnte und der Ohnmacht nahe war, wurde der Typ von ihr weggerissen und sie sank hustend zu Boden.
Erleichterung durchströmte sie als sich ihre Lungen wieder mit Luft füllten und auch ihr Blick klarte wieder auf. Als sie ihren Kopf hob, um zu sehen, wer sie vor dem sicheren Tod bewahrt hatte, erblickte sie einen Mann, den sie auch in schwärzester Dunkelheit erkennen würde. Henry Fitzroy. Er kämpfte gegen den anderen Vampir und schien ihm sogar überlegen zu sein. In einem günstigen Moment, als Henry den Vampir am Hals packte und ihn fauchend an die Wand drückte, hob Tyra ihren Dolch auf, rappelte sich hoch, lief zu dem Gewirr aus Armen und Beinen und rammte dem Vampir den Dolch direkt ins Herz. Dieser starb auf der Stelle und sank in sich zusammen. Es folgte erst einmal Stille. Nur Tyras und Henrys unruhige Atmung war zu hören. "Wie hast du- wie hast du mich gefunden?" fragte Tyra schließlich keuchend an Henry gewandt und lehnte sich gegen die Wand.
 "Hab ich nicht. Ich war auf der Suche nach einer kleinen Mahlzeit, als ich Kampfgeräusche wahrnahm. Ich dachte mir, ich sehe mal nach, ob diejenigen vielleicht Hilfe brauchten." Er strich sich eine Strähne aus dem Gesicht und sah Tyra ein wenig besorgt an. "Alles okay?"
 "Ja, alles bestens", entgegnete sie ihm und tastete die Wunde an ihrem Hals ab. "Autsch".
 "Bist du dir sicher? Lass mal sehen." Er machte einen Schritt auf sie zu, doch sie wehrte sein Vorhaben gleich ab.
 "Nein, es ist alles in bester Ordnung."
 "Tyra! Halt die Klappe." sagte Henry mit liebevoller Stimme und strich Tyras Haare beiseite um sich die Verletzung ansehen zu können. "Das sieht schlimm aus. Wann hast du das letzte Mal Blut getrunken?" fragte er wieder besorgt und untersuchte nun ihre Stirn.
 "Keine Ahnung. Ich trinke im Moment nicht so viel Blut, damit mein Körper nicht vollkommen davon abhängig wird." antwortete sie ihm etwas verwirrt und zuckte bei seiner Berührung zusammen.
"Seit wann denn das? Als wir noch zusammen waren, hast du jeden zweiten, wenn nicht sogar jeden Tag Blut getrunken. Wieso jetzt dieser Sinneswandel?" Er untersuchte weiterhin ihr Gesicht und ihren Hals auf weitere Verletzungen, aber bis auf die Platzwunde auf ihrer Stirn waren sonst nur ein paar Schrammen und Prellungen zu sehen, die von ihrer Auseinandersetzung mit dem Vampir zeugten.
 "Tja, es hat sich viel verändert, Henry." Das war zwar nicht die Antwort, die er hören wollte, aber das war ihr im Moment egal. "Sag mal, läuft hier irgendwo eine Betonmischmaschine, oder kommt dieses Knirschen aus meinem Kopf?" fragte sie mit schmerzverzerrtem Gesicht und fasste sich an die Stirn. Henry lächelte nur müde und führte sie von der Wand weg.
"Komm, ich bring dich nach Hause."

Es dauerte eine halbe Stunde, bis sie Tyras Wohnung erreicht hatten. Auf dem Weg dorthin unterhielten sie sich ein wenig darüber, was sie in den sechs Jahren, in denen sie sich nicht gesehen hatten, alles erlebt hatten. Allerdings war der Gesprächsfluss eher bescheiden und mit vielen Schweigepausen durchzogen. "Da wären wir." sagte Tyra als sie endlich ankamen.
 "Was? Hier wohnst du? Läuft das Geschäft wohl nicht so florierend in letzter Zeit?" stichelte Henry und schaffte es sogar Tyra zum Lächeln zu bringen.
"Ja, ja. Mach nur deine Witze." murmelte sie, als sie in ihren Taschen nach dem Schlüssel kramte.
 "Brauchst du Hilfe?" fragte Henry belustigt und griff nach der Manteltasche, aber Tyra schlug ihm die Hand weg.
 "Nein, das schaffe ich schon allein." fauchte sie und suchte weiter.
 "Ja, so wie du es geschafft hast, diesen Vampir alleine zur Strecke zu bringen."
Tyra seufzte daraufhin nur und verdrehte die Augen. Sie zog einen klimpernden Schlüsselbund heraus und setzte einen Blick auf, der sagen sollte: Siehst du?
 Henry lachte leise und neigte seinen Kopf leicht nach unten. "Okay, ich sehe du kommst alleine zu Recht. Dann kann ich wenigstens ruhig schlafen." Tyra rollte nur wieder mit den Augen und atmete tief ein und wieder aus.
"Danke. Dass du mir...das Leben gerettet hast." Dieser Satz kam ihr etwas schwer über ihre Lippen, aber insgeheim war sie froh, dass er zufällig in der Nähe gewesen war.
"War das jetzt so schwer?" feixte Henry und steckte die Hände in seinen Mantel.
"Gute Nacht Henry." sagte sie leicht genervt und drehte sich um, um die Tür aufzuschließen. Als sie die Tür geöffnet hatte, zögerte sie kurz.
Vielleicht sollte ich mich noch einmal anständig bedanken, schließlich war das nicht selbstverständlich nach unserer letzten Begegnung vor drei Tagen dachte sie sich und seufzte. "Henry!" Sie drehte sich um und wollte ihm nachgehen, aber da stand er schon so dicht vor ihr, als wäre er die ganze Zeit hinter ihr gewesen.
"Ja?" Er sah ihr tief in die Augen und sie starrte zurück.
 "Ich ähm wollte mich bei dir bedanken."
 "Aber das hast du doch schon." Er strich ihr eine Haarsträhne aus dem Gesicht und legte sie hinter ihr linkes Ohr.
"Nochmal, meine ich. Ich weiß...unser Treffen letztens ist nicht wirklich so toll gelaufen. Aber ich war erschöpft und überrascht, als du plötzlich vor mir standest. Und…und…und diese Privatdetektivin, hat mich auch ein wenig…aus dem Konzept gebracht." Den letzten Teil nuschelte sie nur und wurde leicht rot.
"Du bist eifersüchtig." stellte Henry belustigt fest und konnte sich ein Lachen nicht verkneifen. "Auf Vicky? Ich bitte dich, Tyra. Sie ist keine Konkurrenz für dich...Und das weißt du auch." Er kam ihr noch näher, sodass sie seinen Atem auf ihrem Gesicht spüren konnte.
"Henry. Bitte...tu das nicht." flüsterte sie und legte eine Hand auf seine Brust, um ihn daran zu hindern, noch näher zu kommen, oder sie gar zu küssen.
"Wieso nicht?"
 "Weil mein Herz das nicht noch einmal verkraften würde." Sie blickte ihm zögernd ins Gesicht um seine Reaktion zu sehen. Henrys Blick wurde traurig und er seufzte. "Ich weiß, ich habe dir unglaublich wehgetan und deine Liebe nicht mehr verdient. Aber...." Er brach ab, da er auf einmal einen Kloß im Hals hatte. "Bitte verzeih mir. Ich kann nicht länger mit dem Wissen leben, dass du mich abgrundtief hasst. Ich liebe dich noch immer."
"Und ich habe nie aufgehört." sagte Tyra und fiel Henry um den Hals. Henry hob sie hoch und erklomm mit ihr auf dem Arm die Stufen zu ihrer Wohnung, wo sie in inniger Umarmung die Tür hinter sich schlossen und den Rest der Nacht zusammen verbrachten.
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