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Die Magierschule

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Beitrag von Gutemine am So Jul 15, 2018 4:00 pm

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Re: Die Magierschule

Beitrag von J.Bauer am Di Jul 17, 2018 8:14 pm

Weit ab von jedweder zivilisieren Stadt hatte die Bruderschaft diese Schule gegründet. Ein einziger riesiger Gebäudekomplex welcher selbst schon eine Art Stadt war. Es ist eine Schule und doch weit mehr als das. Jeder magisch Begabte wurde in diese Schule gebracht, machte hier seine Ausbildung und blieb für immer ein Mitglied der Bruderschaft. Vorausgesetzt er überlebte die Ausbildung. Es wurden in der letzten Zeit wieder einige begabte gefunden und es mussten ihnen Mentoren zugeteilt werden. Nicht jeder konnte Magier werden, nur einige wenige waren von Geburt an mit einer magischen Gabe gesegnet und konnten hier ihre Fähigkeiten verbessern. Fast alle Schüler waren Elfen und so war es gängige Meinung, dass diese auch die höchste Affinität für Magie besaßen doch gab es auch verinzelt Menschen und auch Zwerge in der Schule, wobei sich ihre Gaben grundsätzlich unterschieden. 

Netul´s Weg führte ihn durch die Weitläufigen Korridore der Schule bis hin zu einer Halle wo sich die neuen Schüler befanden. Es war klar, dass er mindestens einen von ihnen als seinen persönlichen Schützling auswählen musste, doch wollte er die neuen vorher kennen lernen denn es ging um eine tiefgreifende Entscheidung. Die Verbindung zwischen Schüler und Mentor konnte sehr intensiv werden, wie die Zeit bewiesen hatte.

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Re: Die Magierschule

Beitrag von Gutemine am So Jul 22, 2018 11:45 am

Adjara war eine der wenigen Menschen und die Einzige in ihrer Familie, bei der sich magische Tendenzen gezeigt hatten.
Sie war noch ein junges Mädchen gewesen, als sie aus Versehen einem Jungen im Dorf die Augenbrauen versengte. Sie hatte nur gewollt, dass der Junge mit seinen Hänseleien aufhörte. Was er dann auch tat.
Adjara war Iris-heterochrom. Sie hatte zwei verschiedene Augenfarben und wurde deshalb ohnehin schon von den meisten Leuten in Ihrem Dorf gemieden. Als sich dann auch noch herausstellte, dass sie wohlmöglich magische Fähigkeiten besaß und das als Mensch, war sie fortan eine Ausgestoßene. 
Ihre Familie hatte besonders darunter zu leiden. Niemand wollte mehr in ihrem Laden einkaufen, und die Dorfbewohner wechselten sogar die Straßenseite, wenn sie Adjara oder ihrer Familie begegneten.

Aus diesem Grund beschloss sie das Dorf zu verlassen und sich der Bruderschaft anzuschließen. Sie wusste nicht, ob man sie aufnehmen würde, aber zumindest würde sie es versuchen.
So kam es, dass sie sich mit allen Anwärtern in einer Halle befand, und sie kurz davor waren entweder aufgenommen oder abgewiesen zu werden. Sie drückte sich selbst die Daumen, dass sie die Mentoren von sich überzeugen konnte.
Angesichts der Konkurrenz jedoch, war sie nicht mehr ganz so euphorisch. Fast alle waren hochgewachsene und wunderschöne Elfen. Sie waren bekannt dafür unglaublich starke Magie hervorbringen zu können. 

Da öffnete sich die große schwere Holztür der Halle. Es ging also los.


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Re: Die Magierschule

Beitrag von J.Bauer am Di Jul 24, 2018 4:28 pm

Netuls Blick viel direkt auf ein Menschenmädchen. Er war selbst der einzige Mensch im Rat und war eigentlich nicht mehr gezwungen der Mentor von Menschen zu werden, diese waren für gewöhnlich untallentierter als Elfen. Auch wenn er selbst ein Mensch war nahm er für gewöhnlich ebenfalls lieber Menschen, es gab schließlich keinen Grund sich anders zu verhalten als die anderen und er wollte so wie alle anderen, dass aus seinen Schülern etwas wurde. Die Gabe des Mädchen jedoch versprach großes Potantial. Dann war da noch dieser junge. Schon als Netul seine Geschichte gehört hatte war ihm klar gewesen, dass er ihn als seinen Schüler haben wollte. Dann war da noch ein Elfenmädchen. Klein offensichtlich schüchtern und was ungewöhnlich war, sie hatte einen weißen Hasen dabei. Seltsam, hatte dieser etwa etwas mit ihrer Magie zutun? "Tarek, es wäre mir eine Freude dich in den Grundlagen der Magie zu unterweisen. Tarek blickte auf. "Ich soll von einem Menschen lernen?" Netul stockte der Atem, diese übnerheblichen Spitzohren ... "Ich nehm den Muskelprotz." hörte Netul hinter sich und sah in das bleiche Gesicht einer Magierin. Wie immer wenn er sie sah lief es ihm kalt den Rücken herunmter, was hatte diese Frau nur an sich, dass es ihn for ihr derart fröstelte? Es war ihm nicht daran gelegen, dass dies zu einer Auseinandersetzung ausartet also blickte er Adjara direkt an. "Bei wem von uns beiden möchtest du lernen?" 

Caia hatte sich mehr und mehr von anderen Elfen und selbst von ihrer eigenen Familie entfernt. Ihr Bruder wurde stets bevorzugt da er über mächtige Magie verfügte während Caia bis auf ihre schüchternheit und eine angebliche Geisteskrankheit nichts vorzuweisen hatte. Erst lange nachdem dies bei ihrem Bruder der Fall war wurden auch bei ihr magische Kräfte festgestellt, doch was genau ihre Gabe war konnten sie nicht feststellen, es wurde vermutet, dass ihre Gabe dafür zu unbedeutend und ihre Kräfte einfach zu schwach waren. So sahen es zumindest ihre Eltern. Ihr weißer Hase hatte sie bis hin zu der chule treu begleitet und wartete auch jetzt geduldig neben ihr. Er war der einzige Freund den sie je hatte.

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Re: Die Magierschule

Beitrag von Gutemine am Do Jul 26, 2018 7:10 pm

Adjara blickte zwischen den Mentoren hin und her. Sie wusste ja selbst noch nicht so genau über ihre Kräfte Bescheid, woher sollte sie also wissen wer für sie der beste Lehrer war?
Sie blickte in die Augen der Magierin, die sich Tarek angenommen hatte. Adjara wurde sofort unwohl und es kribbelte ihr unangenehm im Nacken. Wenn ich sie schon nicht mal ansehen kann, wie soll ich dann mit ihr arbeiten? fragte sich Adjara und beschloss, es nicht herausfinden zu wollen. Dennoch wollte sie niemanden schlecht machen und entschied sich daher für eine diplomatische Antwort: „Nunja, ich habe da keine Präferenzen. Ich möchte einfach nur unterrichtet werden, wie ich meine Kräfte kontrollieren und sinnvoll einsetzen kann. Ich komme aus einem Dorf, wo Magie gefürchtet wird, man hat uns also nie auch nur irgendetwas darüber erzählt. Ich möchte ich so viel wie möglich darüber lernen.“

Sie blickte zu ihren Mitschülern und erntete unterschiedliche Reaktionen. Der Elfenjunge Tarek rümpfte nur die Nase und machte eine abfällige Bemerkung über Menschen, wie zu erwarten. Das Elfenmädchen aber sah sie mit großen unschuldigen Augen an. Selbst Adjara hatte sofort das Bedürfnis sie zu beschützen. Vielleicht waren doch nicht alle Elfen hochnäsig und überheblich, wie man immer im Dorf erzählt hatte.

„Ich möchte mich keinesfalls jemandem aufdrängen. Ich überlasse Euch die Entscheidung.“ sagte Adjara.
Insgeheim hoffte sie allerdings, dass es nicht die gruselige Frau sein würde.
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Re: Die Magierschule

Beitrag von J.Bauer am So Jul 29, 2018 10:33 pm

"Ich wäre dir verbunden wenn du beide übernehmen würdest, Bruder Netul. Meine Arbeiten vereinnahmen mich zur genüge." Netul nickte verstehen. Nephertia hatte wirklich einige wichtige Rollen übernommen. "Dann sind wir und einig" Für meinen Sekundenbruchteil konnte er so etwas wie Erleichterung in den Augen der Magierin erkennen doch dann verschwand sie wortlos und bedeutete Tarek ihr zu folgen ohne ihn dabei anzusehen. Schon seltsam, manchmal gebärdete sie sich wie eine Königin. "Gut, also ihr dürft mich Meister Netul nennen. Wie ihr sehr bin ich ein Mensch, jedoch komme ich aus keiner der beiden großen Menschenstädte in diesem Land. Ich werde euch alles beibringen was ihr wissen müsst um die euch bevorstehenden Prüfungen zu bestehen. Die erste liegt in nicht all zu ferner Zukunft also solltet ihr euch jedoch beeilen. Gerade du Caia, so weit ich weiß ist nicht mal bekannt was deine Gabe ist. Nun folgt mir bitte." Er zeigte den Beiden ihre Zimmer. Es waren recht kleine Kammern mit einem Bett einem Schrank und einem Tisch mit einem Stuhl. Anschließend führte er sie in einen Übungsraum. "Adjara, zeig mir was du bereits kannst."

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Re: Die Magierschule

Beitrag von Gutemine am Di Jul 31, 2018 7:26 pm

Adjara war innerlich erleichtert, als sie und Caia Meister Netul zugeteilt wurden. Er führte sie zu ihren Kammern, die sehr klein waren. Adjara und Caia waren Zimmernachbarinnen. Wenigstens würde sie dann keinen weiten Weg haben, wenn sie nur kurz eine Frage hatte, denn auch wenn Caia so zierlich und unschuldig aussah, vermutete Adjara, dass sie wohl mehr über Magie wusste als sie selbst. 

Als Meister Netul sie in einen Raum führte und Adjara anwies ihr Können zu zeigen, geriet das Menschenmädchen ein wenig ins Stottern. „Also...naja.....ähm na gut.“
 Ihre Magie war meistens nur der Ausbruch emotionalem Überdrucks gewesen, zum Beispiel wenn sie in eine Ecke gedrängt und von den Jungs in ihrem Dorf bedrängt wurde. Oder das eine Mal als ihr Lehrer sie wegen Zuspätkommens vor der ganzen Klasse geohrfeigt hatte. Damals war sie so wütend gewesen, dass sie versehentlich seinen Ärmel in Flammen gesteckt hatte.
Adjara hatte nie die Möglichkeit gehabt etwas über Magie zu lernen. Die Menschen in ihrem Dorf waren der Magie argwöhnisch und ängstlich gegenüber. Das kam daher, dass die Menschen teilweise in den ländlichen Gegenden immer noch von einigen Elfenstämmen unterdrückt wurden, die ihre Magie dazu einsetzten, ihren Willen durchzusetzen.
Es gab nur wenige Menschen in Adjaras Umfeld, die keine Angst vor ihr hatten, darunter ihre Eltern. Sie hatten sie damals, als sich ihre Kräfte zeigten zu einem Mann im Wald geschickt, der dort im Exil wohnte. Auch er war der Zauberei mächtig und von seinem Dorf verbannt worden. Allerdings könnte er ihr nicht viel helfen, da seine Kräfte anders waren. Der einzige Ratschlag den er ihr geben könnte war: Konzentration und Übung ist alles.
So hatte sich Adjara oft heimlich nachts weggeschlichen und bei den Wasserfällen in der Nähe des Dorfes versucht ihre Magie kennenzulernen und zu beherrschen. Anfangs konnte sie nur ein paar trockene Äste in Brand setzen. Sie erinnerte sich nicht gerne an die vielen Male zurück, bei denen sie sich selbst Brandblasen zufügte oder ihre Kleidung Feuer fing. Aber nach einiger Zeit hatte sie es geschafft sogar ein ganzes Lagerfeuer zu entfachen. Allerdings hatte sie sich nie mehr zugetraut, aus Angst jemanden zu verletzen.

So trat Adjara zögerlich nun in die Mitte des Raumes und suchte ihn nach etwas brennbarem aber nicht allzu wichtigem ab. Dabei fielen ihr die Vorhänge ins Auge. Sie wären bestimmt leicht zu ersetzen.
Sie konzentrierte sich auf das Material und sah vor ihrem inneren Auge das Leinengewebe. Sie schloss die Augen und stellte sich vor, wie es brannten. Sie roch förmlich den Kokelgeruch und spürte wie eine Woge der Hitze durch sie hindurchfloß. Hinter ihren Augenlidern loderte das Feuer, dass sie entfachen wollte und ehe sie sich versah hörte sie schon das vertraute Knistern. Zufrieden öffnete Adjara die Augen und sah von den brennenden Vorhängen zuerst zu Caia, die das Feuer mit großen Augen aber auch mit viel Erfurcht -oder war es Angst?- betrachtete, und dann erwartungsvoll zu Meister Netul. 

Würde ihn das überzeugen? Adjara hoffte es.
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Beitrag von J.Bauer am Mi Aug 01, 2018 3:46 pm

Netul hatte bisher erst einen Schüler gehabt und war schon sehr gespannt was die beiden bereits konnten. Als er selbst in dieser Schule angekommen war hatte er bereits einiges an Erfahrung da er seine Ausbildung bei seinem Vater begonnen hatte und obwohl er hier viel gelernt hatte, würde er auch vieles von dem einfließen lassen was sein Vater ihn einst lehrte. 

Netul sah aufmerksam zu wie wie Adjara die Gardinen in Brand steckte. "Recht langsam, aber eine gute Reichweite, darauf kann man aufbauen." Er sah dann auffordernd zu Caia die nun sichtlich nervös wurde. Die Demonstration von Adjara hatte sie noch mehr verunsichert. "Ich ... weiß nicht genau was meine Gabe ist." Netul musterte sie darauf hin nachdenklich. "Dann kann ich mir die Mühe wohl sparen" Aus einer Scheide unter seiner Robe holte er seinen zauberstab hervor, er war klein und das untere Ende mündete in einer Klinge. Er machte einen schnellen Schritt auf sie zu worauf hin sich Caias Augen erschrocken weiteten, doch kurzbevor er sie erreicht hatte verflüchtigte sich die Struktur seines Körpers und Netul wurde zu Sand. Gerade noch bevor der weiße Hase ihn erreichte und so sprang dieser direkt durch den Sand welcher sich direkt wieder zusammen setzte. Netul lächelte zufrieden und steckte sein Messer wieder weg. Caia sah zu dem Hasen und dann wieder zu Caia während ihr klar wurde, dass das nu ein Trick war um herauszufinden was ihre Gabe ist. "Ich kann also Hasen kontrollieren ... Meister Netul?" fragte sie ungläubig. "Ich glaube kaum, dass das ein Hase ist. Es ist nur einfacher etwas zu erschaffen, dass einem vertraut ist." So ganz verstand Netul noch nicht wie die Gabe der kleinen Elfe funktionierte doch hatte sie wohl mehr potenzial als er am Anfang vermutet hatte. "Adjara, dir werde ich einige Bücher geben über Magie und auch einiges über elfische Geschichte und Gepflogenheiten, Meditation wird dir, ausserdem helfen mehr Kraft zu kanalisieren. Caia du musst deine Kontrolle steigern um deinen Begleiter gezielt zu steuern. Er holte dann die Bücher für Adjara. "Ich bin euer Mentor und werde sicher gehen, dass ihr mit eurer Ausbildung voran kommt, im Gegenzug werdet ihr mir gehorchen, ein wichtiger Teil der Ausbildung jedoch findet in einer größeren Gruppe statt und während ich mich auf eure Gaben konzentriere werdet ihr in der großen Gruppe grundsätzliche Dinge lernen.

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Re: Die Magierschule

Beitrag von Gutemine am Mi Aug 01, 2018 7:33 pm

Adjara hatte gespannt zugesehen, als Meister Netul Caia herausforderte. Sie stellte es sich toll vor Tiere kontrollieren zu können, aber sie mochte auch ihre Gabe; jetzt da Sie unter Gleichgesinnten war sogar mehr als je zuvor. Dass Meister Netul ihr die Möglichkeit geben würde die Magie zu studieren, ließ ihre Augen leuchten und sie freute sich ungemein ihre Wissenlücken aufholen zu können. Auch auf die anderen Mitschüler war sie neugierig.
Adjara vermutete wohl, dass diese Zeit anstrengend werden würde, aber die 17-Jährige hatte sich vorgenommen alles zu geben und nicht zu versagen. Sie wollte nicht wie der Mann im Wald enden: ausgestoßen, geächtet und einsam.

„Danke, Meister Netul, dass wir bei Euch lernen dürfen. Wir werden Euch nicht enttäuschen“ sagte Adjara ehrfürchtig und verbeugte sich leicht als Zeichen tiefster Dankbarkeit. Auch Caia schickte sich hektisch an es Adjara gleichzutun und ihren Respekt zu zollen. Gierig nahm Adjara die Bücher entgegen und konnte es kaum erwarten darin zu lesen. Sie war schon immer ein Bücherwurm gewesen, deshalb würde sie bestimmt heute Abend noch einiges an Seiten schaffen.

„Gibt es hier auch eine Bibliothek?“ fragte sie. Das wäre für sie das Paradies.
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Re: Die Magierschule

Beitrag von J.Bauer am Do Aug 02, 2018 8:32 pm

Netul lächelte zufrieden auf ihren dank hin. Es war gut, dass sie schon etwas Übung hatte, denn es war auch ihm wichtig, dass die beiden vor den anderen Meistern ein gutes Bild machten. "Bibliothek ... nicht direkt, aber wenn du ein Stockwerk tiefer gehst wirst du feststellen, dass es dort nichts anderes als Bücherregale gibt." erklärte er. Tatsächlich war die Auswahl der Bücher in der Schule größer als jene in der Hauptstadt des Elfenreichs. 

In der nächsten Zeit brachte Netul den beiden bei wie sie ihre Gaben besser nutzen konnten und wie sie durch Meditation ihre Konzentration und Kontrolle dauerhaft steigern konnten. Caia betrat die große Halle begleitet von einer Gruppe weißer Hasen. Trotz ihrer Schüchternheit gab ihr dieser Umstand eine gewisse sanfte Anmut. Ein gestreng wirkender älterer Elf blickte von einem Podium auf die Schüler herab. "Seid gegrüßt in Shkara. Ich bin Meister Nahénir. Ich bin hier der Duell-meister. Was für ein Fach nun ansteht brauche ich somit nicht zu erklären. Die Funktionsweise der Arenen ist einfach: Sie verhindern dass ihr sterbt, bleibende Schäden erleidet und, dass irgendein Zauber in die Arena eindringt oder sie verlässt. Eure Mentoren sollten euch bereits das nötigste beigebracht haben also werde ich euch nun zuteilen." 

Somit wies Nahénir jedem Schüler einen Trainingspartner zu. Viele der Elfen schienen sich bereits darauf zu freuen ihre Kräfte unter Beweis zu stellen. Einige wenige jedoch waren ziemlich nervös. Caia versuchte sich daher lieber nichts anmerken zu lassen doch ihre Hasen hüpften unruhig umher.

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Re: Die Magierschule

Beitrag von Gutemine am So Aug 05, 2018 4:38 pm

Adjara konnte es kaum erwarten ihre Kräfte nun auch einmal einsetzen zu können. Sie hoffte, dass sich das stundenlange Meditationstraining und die nächtlichen Lesestunden jetzt bezahlt machen würden. Freilich zählte sie noch nicht zu den Jahrgangsbesten, aber sie hatte definitiv große Fortschritte gemacht.
Sie sah sich ein wenig um und erkannte eine Gruppe von Elfen. Sie zählten alle zu den Top-Schülern und sie ließen dies auch jeden wissen. Adjara bemerkte, dass die Anführerin der Clique sie immer wieder ansah um kurz darauf mit ihren Freunden zu tuscheln. Offensichtlich sprachen sie über Adjara und diese vermutete, dass es nichts nettes war.
"Hey du, Mensch. Ich hoffe, du hast deine Sachen schon gepackt. Dann können sie dein Gepäck zusammen mit deinen Überresten an deine Familie senden." rief die Elfin Adjara entgegen. Dabei fiel sie zusammen mit ihren Freunden in schallendes Gelächter. Sogleich schwand Adjara der Mut, auch wenn sie wusste, dass dies nur Sticheleien der hochmütigen Elfen waren.
"Ich habe nicht vor so bald nach Hause zurückzugehen." entgegnete Adjara, woraufhin die Elfen ein sarkastisches "Uuuuhhhhhh wir haben ja solche Angst" von sich gaben.
Wissend, dass eine Antwort zu nichts führen würde, kehrte Adjara ihnen den Rücken zu und konzentrierte sich auf Meister Nahénir, der in ihre Richtung kam um ihr einen Trainingspartner zuzuweisen. "Adjara, Elonir. Ihr beide kämpft zusammen." wies der Meister sie an. Als Adjara den Namen ihrer Partnerin hörte, konnte sie sich ein tiefes Seufzen nicht verkneifen.
Elonir war Jahrgangsbeste und die hochnäsige Elfin, die sie gerade noch geärgert hatte. "Na toll." sagte Adjara zu sich selbst und drehte sich wieder in die Richtung der Elfengruppe.
Elonir sah sie mit diesem Blick an, der sagen wollte: "Du kannst einpacken", während sie sich köstlich darüber amüsierte, dass sie ihre Kräfte an einem schwachen Menschling ausprobieren durfte.
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Re: Die Magierschule

Beitrag von J.Bauer am So Aug 05, 2018 5:42 pm

Wortlos betrat Caia die Arena und ihre kleinen Begleiter gaben ihr dabei Mut. Ein junger elf mit hellbraunem Haar stand ihr gegenüber und lächelte etzwas. "Willst du nicht leiber aufgeben? Mit Hilfe von Hasen wirst du wohl kaum gewinnen." Caia blickte herunter zu ihren Hassen und ging kurz in die Knie um einen von ihnen hinter dem Ohr zu kraulen, richtete sich dann beunruhigend selbstsicher auf. Er hatte wohl gehofft, dass sie etwas erwidern würde, denn nun wurde er unsicher. 

Als Nahénir die Hand hob und so die ersten Kämpfe beginnen konnten sprangen Caias Hasen direkt auf den Elfen zu, doch dieser schob nur eine Hand nach vorn und eine Druckwelle schleuderte die Hasen weg. Sie rappelten sich schnell auf und zerstreuten sich doch schon kurz darauf wurde Caia selbst getroffen. Sie verlor den Boden unter den Füßen und dachte für einen Moment, dass sie bereits verloren hätte doch schaffte sie es noch innerhalb der Arena sich wieder zu fangen. Der Elf bekam einige Treffer ab. Wie pelzige Geschosse trafen ihn die Hasen und er brauchte jedes mal einen Moment um sich zu fangen, doch irgendwann schaffte er es und mit einer weiteren Druckwelle verschaffte er sich Luft. Mit einem schnellen Blick vergewisserte er sich, dass die Hasen liegen blieben und sah dann zu Caia. Sie atmete schwerer als er erwartet hätte. Er holte bereits zum letzten Schlag aus als seine Konzentration von einem wütenden Brummen unterbrochen wurde. Hastig drehte er sich um und blickte in fassungslos in die Augen eines ausgewachsenen Eisbären. Panisch feuerte er wieder eine seiner Druckwellen doch das Tier war viel zu schwer als, dass diese etwas hätte ausrichten können. Der Prankenhieb des Tiers schleuderte ihn direkt aus der Arena. 

In Form von Sand wehte er auf das Podium und manifestierte sich hinter Nahénir. "Ich denke du weißt das dabei heraus kommen kann wenn junge Elfen zu überheblich werden." sprach Netul mit dunkler Stimme und der Elf zuckte unwillkürlich zusammen. "Und du wenn Menschen mehr wollen als ihnen zusteht? Meine Schülerin ist talentiert und von Adel" Er hatte das kurze Schauspiel elfischer Arroganz also mitbekommen. "Es ist entscheidender wo ein Weg hinführt als wo er begonnen hat." erwiderte Netul gelassen.

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Re: Die Magierschule

Beitrag von Gutemine am Sa Aug 11, 2018 6:44 pm

Adjara jubelte am lautesten von allen über Caias Sieg. Das war unglaublich. Ich hätte nie gedacht, dass da so eine Kraft in diesem zierlichen Persönchen ist dachte Adjara und schöpfte ein wenig Mut. Denn als nächstes waren sie selbst und Elonir an der Reihe.
Beide Mädchen betraten die Arena von gegenüberliegenden Seiten. Während Adjaras Herz Saltos schlug und sich ihr Magen anfühlte als wären tausend Schmetterlinge darin, war bei Elonir keine Spur von Nervosität zu sehen. „Ich hoffe du hast ein paar Hosen zum Wechseln dabei“ rief Elonir selbstsicher grinsend über den Ring. Adjara erwiderte nichts darauf, denn in ihrem Kopf schwirrten die Gedanken nur so vor sich her. Hoffentlich kann ich ihr wenigstens ein paar Brandblasen zufügen. Das würde mir schon reichen. Gespannt wartete sie auf das Signal, das den Kampf einleiten würde, doch die Sekunden zogen sich zu Minuten.

Endlich gab Nahénir das Signal und sofort schleuderte Adjara einen Feuerball Richtung Elonir. Die wiederum ließ die Feuerbälle noch in der Luft zu Eis gefrieren, woraufhin sie zu Boden fielen und zu tausend kleinen Kristallen zersplitterten. „Das also hast du die ganze Zeit über geübt? Ist ja erbärmlich. Du hast es nicht verdient hier sein zu dürfen.“ Durch Elonirs Worte würde Adjaras Zorn nur noch größer. Hektisch schickte sie ein Feuerballstakkato gegen Elonir, doch diese beschwor eine Säule aus Wasser hervor, die sie umgag und durch die das Feuer nicht hindurchdringen konnte. Adjara spürte allmählich die Anstrengung, aber sie musste sich ihre Kraft aufsparen. Magie im Kampf zu verwenden war doch eine andere Nummer als nur in Ruhe zu meditieren und seine Kraft zu fokussieren.

Endlich kam ihr eine Idee. Das Feuer konnte zwar nicht durch das Wasser durchdringen, aber auch Wasser konnte erhitzt werden. So würde Elonir ziemlich ins Schwitzen geraten und würde mit ihren eigenen Waffen geschlagen werden können. Also stoppte Adjara ihren Angriff und konzentrierte sich auf das Wasser, das Elonir umgab. Sie fokussierte die einzelnen Moleküle -etwas, das sie durch das Meditationstraining gelernt hatte- und begann das Wasser allmählich zu erhitzen.
Elonir spürte anfangs kaum eine Veränderung. Doch als sie sah, dass die Wassersäule immer mehr Blasen schlug, war es schon fast zu spät. Sie wurde quasi gekocht. Mit einem Aufschrei ließ sie die Wassersäule in sich zusammenfallen. Ihre Haut war gerötet und ihre Kleidung und Haare klebten an ihrem Körper. Sie war zudem sichtlich verärgert, dass Adjara, ein Mensch, sie hatte überlisten können. "Das wirst du mir büßen!" schrie Elonir und formte eine riesige Wasserkugel, die sie auf Adjara lenkte.
Adjara war erschöpft. Das Wasser zu erhitzen hatte sie mehr Kraft gekostet, als sie gedacht hatte. Deshalb konnte sie nicht mehr rechtzeitig ausweichen und wurde von der Wasserkugel gänzlich geschluckt. Sie war gefangen in der Blase, wusste nicht mehr wo oben und unten war und, was noch schlimmer war, sie konnte nicht mehr atmen. Panisch taumelte sie, versuchte einen Weg heraus zu finden, doch es gelang ihr nicht. Sie hatte keinen Halt mehr und die Luft ging ihr zu schnell aus. Sie schrie vor Angst, aber es kam nur ein Schwall Luftblasen aus ihrem Mund. Ihre Sicht verschwamm und um sie herum wurde alles Schwarz.

Alle sahen fassungslos zu wie Adjara regungslos in der Wasserkugel trieb. "Elonir, das reicht. Hör sofort auf." rief Netul. Doch Elonir wollte dem Menschenmädchen beweisen, dass es schwach war und es nicht wert war die Magie weiter zu studieren. Zu spät erkannten alle, was sich innerhalb der Blase abspielte.
Adjaras Bewusstsein trieb in völliger Dunkelheit. War das der Tod? War sie gestorben? Sie spürte eine innere Wärme, die immer weiter anstieg und ihren ganzen Körper durchfloss. Adjara blickte auf ihre Hände und sah, dass diese zu Glühen begonnen hatten. Und es blieb nicht nur bei ihren Händen. Ihr ganzer Körper begann rötlich zu leuchten. Und dies geschah nicht nur in Adjaras Bewusstsein, auch in der Realität konnte man ihren Kampf sehen. Innerhalb der Wasserkugel konnte man ein Licht erkennen. Erst ganz klein, aber es wurde immer größer.
"Was passiert da?" fragte Elonir und blickte hilfesuchend zu ihrem Mentor. Doch auch Nahénir hatte keine Antwort darauf. Soetwas hatte er noch nie zuvor gesehen.
Das Licht war kein Licht, sondern Feuer. Adjara war wortwörtlich in Flammen aufgegangen und erhitzte ihre Umgebung so stark, dass das Wasser sofort verdampfte. Eine Überlebensreaktion ihres Körpers, die sie nicht steuern konnte. Es dauerte nicht lange und sie hatte sich aus der Wasserkugel befreit. Sobald die letzte Unze Wasser verschwunden war, kam Adjara wieder zu Bewusstsein und öffnete ihre Augen. Aber die Flammen blieben bestehen. Und nicht nur das, sie veränderten sich. Aus dem unförmigen Gebilde entstand etwas, das einem Vogel ähnelte. Es stieg in die Luft und umkreiste die Arena.
"Wie kann das sein? Du bist nur ein schwacher Mensch!" schrie Elonir, nun sichtlich beunruhigt. Sie beschwor erneut eine Wassersäule hervor, diesmal aber nicht zu ihrem Schutz sondern als Waffe. Sie wollte diesen Feuervogel vom Himmel holen.
Adjara stand einfach nur da und sah abwechselnd von dem Feuervogel zu Elonir. Instinktiv wusste sie, was sie zu tun hatte und handelte deshalb eher unbewusst.
Gerade noch zog der Vogel seine Kreise um den Ring um dann urplötzlich auf Elonir herabzustürzen. Diese schickte ihre Wassersäule dem Vogel entgegen. Als die beiden Elemente aufeinandertrafen, wurde sein Feuer zur Überraschung aller aber nicht gelöscht.
Kurz bevor der Vogel die Säule durchbrach und zu Elonir gelangte, wurde von einem der Mentoren eingegriffen. Adjara bekam davon nicht mehr viel mit. Diese Kraft, die ihr das Leben gerettet hatte, floß unkontrolliert durch ihren Körper und wurde immer stärker. Ihr Körper hielt dem nicht Stand und forderte nun seinen Tribut. Erschöpft brach Adjara zusammen und blieb ohnmächtig im Ring liegen.
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